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Oldenburg ist die viertgrößte Stadt in Niedersachsen mit über 160000 Einwohnern. Sie hat eine Ausdehnung von etwa hundert Quadratkilometern und gliedert sich in mehrere Stadtbezirke. Die Universitätsstadt ist nicht nur bekannt als ehemalige Residenzstadt sondern auch für die Pferdezucht.

Nach archäologischen Grabungen fand man heraus, dass die Anfänge bäuerlicher Siedlungen wohl schon im 7. oder 8. Jahrhundert begannen, die zweckmäßigerweise an einer Flussfurt lagen. Hier war also schon ein wichtiger Verkehrsweg über den Fluss gegeben, was natürlich der Ansiedlung zu Gute kam. Doch erst Anfang des 12. Jahrhunderts fand der Ort seine erste urkundliche Erwähnung. Die oldenburgischen Grafen nutzten die Lage am Fluss zum Bau einer Wasserburg. Diese versperrte in Kriegszeiten den Übergang. Doch auch in Friedenszeiten kam niemand „ungeschoren“ hier vorbei: Ein Zoll wurde fällig, der dem Besitzer der Burg die Taschen füllte.

Mitte des 14. Jahrhunderts erhielt Oldenburg nun das Stadtrecht verliehen, was dazu führte, dass die Stadt nun auch besser befestigt wurde durch breitere Mauern und Gräben. Fünf Stadttore sicherten den Zugang zur Stadt. Dies ist auch für Sachverständige in ihren Gutachten und Wertermittlungen zu berücksichtigen.

Erwähnenswert ist hier der Graf Anton Günther, der mit der Zucht der bald weltbekannten Oldenburger Pferde begann. Auch heute ist diese Pferderasse bei Reitern sehr beliebt, nicht nur durch ihr hohes Springpotenzial.

Zuzeiten des Dreißigjährigen Krieges gelang es dem Grafen, die Stadt durch geschickte Verhandlungen und ebendiese Pferde, die als Geschenk übergeben wurden, vor schlimmere Auswirkungen zu schützen und weitgehend unbehelligt die Kriegszeiten zu überstehen. Da Anton Günter keine männlichen Nachkommen hatte, fiel Oldenburg nach seinem Tod an Dänemark und wurde dänische Provinz.

Gegen Ende des 17. Jahrhunderts wurde Oldenburg fast vollständig durch Feuer zerstört, und da die Dänen offensichtlich kein allzu großes Interesse an der Stadt hatten, mussten die Bewohner selbst zusehen, wie sie die Stadt wieder aufbauten, was jahrzehntelange Arbeit in Anspruch nahm. Für die Immobilienbewertung sind solche und ähnliche Umstände in Sachverständigenbüros heutzutage in Gutachten mit einbezogen.

Da die Herrscherhäuser miteinander verwandt waren, wechselte die Zugehörigkeit Oldenburgs immer wieder in andere Hände.

Weil Oldenburg keine großartige Industrie aufwies, blieb die Stadt während des Zweiten Weltkriegs weitgehend von Bombenangriffen verschont und so wurde nur wenig Substanz zerstört, weswegen auch heute noch unzählige prachtvolle Bauten zu finden sind. Diese Tatsache fließt bei Sachverständigen in ihre Gutachten zur Wertermittlung mit ein.

Oldenburg wurde nach dem Krieg übrigens britische Besatzungszone.

Wirtschaftlich gesehen lebt Oldenburg vom Mittelstand und Dienstleistungsunternehmen. Doch auch Autozulieferer, die Nahrungsmittelindustrie und andere Zweige der Wirtschaft finden sich heute in der Stadt. Im Übrigen zählt der Binnenhafen Oldenburgs heute zu den wichtigsten in Niedersachsen, wo hauptsächlich Futter- und Düngemittel sowie Baustoffe umgeschlagen werden.

Verkehrstechnisch ist Oldenburg hervorragend aufgestellt: Straßen- und Schienennetz sind sehr gut ausgebaut, hinzu kommt die Anbindung durch Flugverkehr sowie die Schifffahrt. Es gibt auch ein sehr gutes Radwegenetz, das von den Einwohnern gerne genutzt wird.

Für die Naherholung bieten zahlreiche Seen und Wälder sowie unter anderem der botanische Garten vielfältige Möglichkeiten, die Seele baumeln zu lassen. Kulturhungrige finden neben dem Theater einige Kinos sowie Museen vor, die gerne besucht werden und interessante Ausstellungen bieten. Nicht verpassen sollte man die tollen Veranstaltungen, die übers Jahr stattfinden, so zum Beispiel die Blumenschau Anfang März oder der Oldenburger Kultursommer. Die Stadt ist also allemal einen Besuch wert!